Wissens­netzwerk
Rechts­extremismus­forschung

Forschung zu Rechtsextremismus ist essentiell, um dessen Auswirkungen entgegenzuwirken und effektive Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Das Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) bündelt Wissen aus unterschiedlichen Disziplinen, schafft Reflexions- und Interaktionsräume für Forschende, entwickelt passgenaue Formate für den Wissenstransfer zwischen Forschung, Praxis und Zivilgesellschaft und unterstützt gezielt junge Forschende, die zum Thema Rechtsextremismus arbeiten.

Buchcover des Buchs "La painture allemande sous le IIIe Reich"
Kunstgeschichte und die Erforschung der (Neuen) Rechten
Bei der Frage, welche wissenschaftlichen Disziplinen die Strategien und Praktiken der (Neuen) Rechten erforschen können (und sollten), fällt den wenigsten die Kunstgeschichte ein. Und auch im Selbstverständnis der meisten Kunsthistoriker*innen gehört das Thema nicht zu ihrem Aufgabenbereich. Denn Kunst kann doch gar nicht rechts sein – oder etwa doch?
Hände halten Smartphone
Hass im digitalen Raum – und wie das Projekt deras_on dagegenarbeitet
Der Beitrag von Sofia Hernández, Tila Mendonca und Daniel Speer beleuchtet, wie das Modellprojekt deras_on antisemitischen und verschwörungsideologischen Kommentaren auf Social Media pädagogisch begegnet – direkt dort, wo Radikalisierung sichtbar wird: in den Kommentarspalten. Anhand konkreter Beispiele zeigt er, wie digitale Interventionen gestaltet und wissenschaftlich ausgewertet werden.
Gamingtastatur mit Hand
Spielarten extremistischer Kommunikation in Gaming-Welten
In diesem Beitrag untersucht Lars Wiegold Spielarten extremistischer Kommunikation auf Game- und Modifikationsplattformen wie Roblox und ModDB. Anhand empirischer Befunde aus dem Forschungsprojekt RadiGaMe zeigt sich, dass extrem rechte Akteure gezielt die kreativen und interaktiven Möglichkeiten dieser Plattformen zur Verbreitung ideologischer Inhalte nutzen. Neben menschenverachtenden Inhalten finden sich jedoch auch Ansätze für präventive und demokratiebildende Formate, etwa durch Serious Games oder kreative Bildungsangebote. Wiegolds Analyse unterstreicht die Notwendigkeit, Gaming-Plattformen als soziale Lebenswelten ernst zu nehmen und plattformspezifische Präventionsstrategien zu entwickeln.
Vermummte Männer tragen Banner "Deutsche Bombenopfer sind KEINE Täter" - Germania Active Club Foto: Bastian Stock
Alter Wein in neuen Boxhandschuhen? Die Active Clubs als Kameradschaftsmodell 2.0
Sportlich, stylish, brutal – die „Active Clubs“ inszenieren sich als moderne Bewegung: sportorientiert, dezentral organisiert und international präsent – zunehmend auch in Deutschland. Doch was verbirgt sich hinter der Fassade aus Fitness, Lifestyle und Männlichkeitskult? In seinem Beitrag geht Bastian Stock der Frage nach, ob wir es mit einer radikalisierten Neuauflage alter Neonazistrukturen zu tun haben – oder mit einer noch gefährlicheren Weiterentwicklung.

Veranstaltungen

WinRa – Wissensnetzwerk Rassismusforschung

WinRa

Nicht zuletzt die Attentate von Hanau und Halle sowie die Konjunktur rassistischer Gewalt in Deutschland, die sich strukturell und institutionell manifestiert, zeigen, wie wichtig es ist, entschlossen gegen Rassismus und Rechtsextremismus vorzugehen und die Forschung zu diesen Themen stärker zu fördern, auszubauen und in der Hochschullandschaft zu verankern. Vor diesem Hintergrund stärkt und vernetzt das Wissensnetzwerk Rassismusforschung (WinRa) durch einen forschungsgeleiteten und interdisziplinären Austausch die verstreute und fragmentierte Rassismusforschung in Deutschland strategisch.

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